Der Sportverein

Erstmals gab es im Jahr 1893 organisierten Sport in Beuna. Die dicht beieinander liegenden Orte Kötzschen und Beuna gründeten damals den Turnverein „Frisch auf“. Ihr Vereinslokal war in der Gaststätte am Bahnhof Beuna. In dem Saal der Gaststätte wurden regelmäßig Turnstunden durchgeführt (der Saal wurde am 6. Dezember 1944 durch einen alliierten Bombenangriff zerstört). Für die Turngeräte stand ein eigener Geräteraum zur Verfügung. Bei besonderen Anlässen fand auf der Saalbühne Schauturnen statt.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde eine Sektion für Handball gegründet. Der Sportplatz befand sich gegenüber den Gleisen des Bahnhofes in Niederbeuna. Das Jahr 1916 wird als Gründungsjahr des Sportvereines festgehalten. 1926 wird der Sportplatz in Oberbeuna für den Spielbetrieb freigegeben. Der Verein nannte sich Sportverein 1926 Beuna.

Der 2. Weltkrieg bedeutete einen schmerzhaften Einschnitt in der Vereinsgeschichte. Eine Kriegsfolge waren zwei große Bombentrichter auf dem Sportplatz, die zwar schnell, aber unfachmännisch verfüllt wurden, sodass die Bodenstruktur nachhaltig bis zur Gegenwart gestört ist.

Im Zuge der Demokratisierung des Sportes wurde nach 1945 der Sportverein Frisch auf Kötzschen-Beuna aufgelöst. Die Betriebssportgemeinschaft „Aktivist Beuna“ wurde gegründet. Der Trägerbetrieb war das Braunkohlenwerk, später das Braukohlenkombinat Geiseltal.

Der Feldhandball wurde Anfang der 50er Jahre durch den Hallenhandball abgelöst. Seitdem wird auf der Kampfbahn „Glück auf“ Beuna, d. h. auf dem Sportplatz, nur noch Fußball gespielt.

1952 wurde auf dem Sportplatzgelände das Sportlerheim seiner Bestimmung übergeben. Neben Umkleidekabinen und Duschräumen wurde eine Wohnung, sowie ein schöner Aufenthaltsraum, gebaut. Das Sporthaus wurde im Jahre 1959 durch den Anbau eines Saales erweitert. In diesem finden bis zu 120 Gäste Platz. Das war eine Bereicherung für die Sportler und die Einwohner von Beuna.

1964 wurde die Kegelbahn gebaut. Viele sportliche und kulturelle Veranstaltungen finden auf dem Sportgelände statt. Ein Höhepunkt war u. a. ein Ländervergleich im Turnierangeln 1973.

Nach der Wende wurde die BSG „Aktivist Beuna“ aufgelöst. 1990 beschloss der Rat der Gemeinde die Übernahme des Sportlerheimes und der gesamten Sportanlagen in kommunales Eigentum.

Der neue Verein heißt Sportverein 1916 Beuna e.V. mit den Abteilungen Fußball, Kegeln, Laufgruppe und Gymnastik.

Große Erfolge feierte die Laufgruppe. Die Ausdauersportler nahmen an unzähligen Laufwettbewerben bis hin zu Marathonläufen teil und stellten nicht selten die Altersgruppensieger. Erwähnt werden sollen nur solche hochrangigen Laufveranstaltungen wie Rennsteig-, Harz- und Kyffhäuserberglauf, New York-, Berlin-, London- und Athenmarathon und als absoluter Höhepunkt der 230 km lange Saharamarathon.

Natürlich fehlen die Beunaer auch nicht beim „Mitteldeutschen Marathon“. Darüber hinaus kreierten die Sportler zwei besondere Laufereignisse, den „Beunaer Geländelauf“ und den „Fröhlichen Hoppenhauptlauf“, die fast immer 100 Läufer anlocken.

 

Quellen:
www.wecowi.de/wiki/SV_1916_Beuna
Festschift „100 Jahre SV 1916 Beuna“